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Anfänge in China im 3.
Jahrtausend v.Chr. mit Beobachtungen von Kometen und Sonnenfinsternis. Die Inder und Babyloner berechneten 2000 v.Chr. die wichtigsten
Himmelserscheinungen. Die Griechen entwickelten im 5. Jahrhundert v.Chr. die Astronomie zur Wissenschaft. Ptolemäus faßte 130 n.Chr. das astronomische
Wissen des Altertums zum geozentrischen Weltbild zusammen. Dieses Weltbild hat im Abendland bis ins 15. Jahrhundert Gültigkeit. Nikolaus
Kopernikus entwickelt im 16. Jahrhundert das
heliozentrische Weltbild. Tycho Brahe, Johannes Kepler und Galileo Galilei belegen mit ihren Forschungen
dieses Weltbild. Isaac Newton liefert mit seiner Theorie der Gravitation die himmels- mechanische
Begründung für die Bewegung der Gestirne. Bis in das 17. Jahrhundert war fast ausschließlich das
Sonnensystem Gegenstand der Astronomie. Seit dem Ende des 18. Jahrhundert kennt man das
System der Fixsterne, das Milchstraßensytem. Im 20. Jahrhundert ist man in der astronomischen Forschung, nicht
zuletzt mit Hilfe der Raumfahrt, bis zu den Grenzen des Weltalls vorgestoßen.
DIE BEDEUTENSTEN ASTRONOMEN DER NEUZEIT:
Nikolaus Kopernikus (1473-1545) Der deutsche Astronom entwickelte als erster, und
zwar nicht durch Fakten astronomischer Beobachtung, sondern durch Überdenken des Ptolemäischen Systems, das
heliozentrische Weltbild. Er erkannte, daß sich die Erde und die Planeten um die Sonne bewegten und nicht
umgekehrt, wie man bis dahin glaubte. Dies leitete eine neue geistige Epoche der Menschheit ein (Kopernikanische Wende).
Galileo Galilei (1564-1642) Der italienische Naturforscher war der erste, der mit einem selbstkonstruierten Teleskop
die Gebirge auf dem Mond, die Jupitermonde, Sonnenflecken und die Phasengestalten
der Venus entdeckte. Er lieferte damit einen wichtigen praktischen Beitrag zur Bestätigung des heliozentrischen Weltbildes. 1633 mußte
Galileo Galilei in Rom vor ein Inquisitionsgericht und dem heliozentischen Weltbild abschwören. Angeblich widerrief er mit dem Ausspruch " Und sie bewegt sich doch".
Die katholische Kirche hat ihn dann, nach 359 Jahren, doch noch rehabilitiert.
Johannes Kepler (1571-1630) Der deutsche Astronom fand auf Grundlage der Beobachtungen von Tycho
Brahe (dänischer Astronom), dessen Gehilfe und Nachfolger er war, die nach ihm benannten Gesetze der
Planetenbewegung. Keplersche Gesetze: 1. Die Bahnen der Planeten sind Ellipsen, in deren einem
Brennpunkt die Sonne steht. 2. Der Fahrstrahl von der Sonne zum Planeten überstreicht in gleichen
Zeiten gleiche Flächen. 3. Die dritten Potenzen der großen Halbachsen der Planetenbahnen verhalten sich wie die
Quadrate der Umlaufzeiten.
Isaac Newton (1643-1727) Der englisch Physiker, Mathematiker und Astronom legte mit seinen Entdeckungen die Grundlage für die heutige,
einheitliche Naturwissenschaft. Er entdeckte die 3 Bewegungssätze der klasischen Mechanik (Newtonsche Axiome), sowie das Gravitations- gesetz, und wandte
diese Gesetze auch auf Himmelskörper an. Bei seinen Forschungen des Durchgang des Lichtes durch die Materie entdeckte er das Sonnenspektrum und die Farbringe (Newtonsche
Ringe). Er fand, unabhängig von Leibniz, die Grund- lagen der Differenzial- und Integralrechnung (Fluxionsrechnung).
Friedrich Wilhelm Herschel (1738-1822) Der Musiker und Astronom baute selbst Spiegelteleskope und entdeckte den
Planeten Uranus, die Uranusmonde sowie zwei der Saturnmonde und hatte Erkenntnisse über die Eigenbewegung
des Sonnensystems, sowie den Aufbau des Milchstraßen- systems.
Friedrich Wilhelm Bessel (1784-1846) Als erstem gelang es dem Astronomen und Mathematiker, die Entfernung eines Fixsterns zu messen.
Joseph von Fraunhofer (1787-1826) Der Physiker stellte als erster große Objektive für Fernrohre sowie Beugungsgitter her.
Er entdeckte die nach ihm benannten Fraunhofernsche Linien (Absorptionslinien) im Sonnenspektrum.
Robert Wilhelm Bunsen (1811-1899), Chemiker und Gustav Robert Kirchhoff (1824-1887) Physiker entwickelten die Spektralanalyse und schufen damit die
Grundlage der Astrophysik.
Ejnar Hertzsprung (1873-1967) und Henry Norris Russel (1877-1957), beide Astrophysiker, erarbeiten das
Hertzsprung-Russel- Diagramm, das die Beziehung zwischen Leuchtkraft (Helligkeit) und Spektralklasse (Temperatur
und Farbe) der Fixsterne nachweist.
Edwin Powell Hubble (1899-1953) Der Astronom und Astrophysiker löste die Randpartien des
Andromedanebel in Einzelsterne auf und erkannte somit, daß die bisher als Spiralnebel
bezeichneten Galaxien selbständige
Sternsysteme sind. Außerdem entdeckte Hubble in den Spektren der Galaxien eine Rotverschiebung proportional zu ihrer
Entfernung, was als Expansion des Weltalls gedeutet wird. Die Beziehung zwischen
Entfernung und Fluchtgeschwindigkeit der Galaxien infolge dieser Expansion nennt man den Hubble-Effekt.
Albert Einstein (1879-1955) Der deutsch-amerikanische Physiker und Nobelpreisträger (1921 für
die quantenmäßige Deutung des lichtelektrischen Effekts), stellte 1905 die spezielle, 1915 die allgemeine
Relativitätstheorie auf. Die Arbeit Einsteins hatte enormen Einfluß auf die Wissen- schaft des 20. Jahrhunderts, insbesondere seine Relativitätstheorien,
auf die Astronomie.
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