Die Planeten, auch Wandersterne genannt, sind Körper ohne eigenes Licht, die um die Sonne oder
andere Sterne kreisen, da ihre Masse zu gering ist, um selbst ein Stern zu sein. Sie bestehen im wesentlichen aus Gestein, wie die inneren oderterrestrischen Planeten,
Merkur, Venus, Erde und Mars, oder
aus Gas mit einem festen Kern, wie die äußeren oder jovianische Planeten, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Die terrestrischen Planeten bestehen in erster Linie aus Felsen und Metallen, haben eine relativ hohe Dichte, geringe
Rotationsgeschwindigkeiten, feste Oberflächen, keine Ringe und wenige Monde. Die Gasplaneten setzen sich in erster Linie aus Wasserstoff und Helium zusammen, haben in der Regel eine
geringe Dichte, eine hohe Rotations- geschwindigkeit, tiefe Atmosphären, Ringe und viele Monde. Der Ursprung der Ringsysteme der vier grossen Planeten ist bis heute unbekannt.
Durch das Hubble Space Telescope entdeckte man 1993 einen mehrere 100 km großen Gesteinsbrocken, den äußersten "Planeten" unseres Sonnensystems, und gab
ihm die Bezeichnung 1993QB1. Er wurde nur "ehrenhalber" in die Riege der klassischen Planeten aufgenommen. Einige Astronomen sind der Meinung dass auch Pluto, der kleiner als unser Mond ist, bei den Asteroiden einzuordnen sei. Einige hunderttausend
Asteroiden, auch Planetoiden oder Kleinplaneten genannt, wurden bisher entdeckt. Das sind kleine Himmelskörper
in der Grösse von einem bis über hundert Kilometern, die ebenfalls wie die Planeten die Sonne umkreisen. Der Grossteil dieser Asteroiden
befindet sich zwischen Mars und Jupiter, im sogenannten Asteroidenhauptgürtel. Etwa die Hälfte der erdnahen Asteroiden dürften tote Kometen
sein. Kometen bestehen aus Eis und Staub und werden deshalb auch als schmutzige Schneebälle
bezeichnet. Sie sind unsichtbar und werden nur in der Nähe der Sonne aktiv. Dann erstrahlen sie in vollem Glanz und zeigen deutlich einen hellen Kern, eine neblige Hülle,
und einen bis zu 100 Millionen Kilometer langen Schweif. Man nimmt an, dass die Kometen mit langen Umlaufzeiten aus der Oortschen Wolke stammen, die sich in den äussersten Regionen unseres
Sonnensystems befinden soll. Vermutlich stammen die Kometen mit kurzen Umlaufzeiten aus dem Kuipergürtel. Der
bekannteste Komet ist der Halleysche Komet. Meteoriten sind kleinere Teile des Sonnensystems, die zur Erde fallen. Die meisten
stammen von Asteroiden, einige kommen möglicherweise von Kometen. Eine kleinere Anzahl von Meteoriten haben ihren Ursprung nachweisbar im
Mond. Meteor nennt man den hellen Lichtstreifen am Himmel, der durch den Eintritt eines Meteroiten in die Erdatmosphäre hervorgerufen wird. Nach dem Aussehen unterscheidet man
die Sternschnuppen, die häufig einzeln oder schwarmweise zu sehen sind, von den Feuer- kugeln, die selten und auffallend hell sind. Periodisch auftretende
Meteoritenschwärme sind die Perseiden, Mitte August und die Leoniden, Mitte November jeden Jahres. Der Raum zwischen den
Planeten enthält die Interplanetarische Materie. Sie besteht aus atomaren Teilchen (Protonen und Elektronen), die von
der Sonne durch den Sonnenwind ausgestossen werden und aus Staubteilchen (von Kometen, einige möglicherweise auch kosmischen Ursprungs). |