Die Venus ist der
zweitgrößte der vier inneren Planeten. Wie alle inneren Planeten, zeigt sie Phasengestalten. Galieos Beo-
bachtung dieses Phänomens war ein wichtiger Beweis für die koperkanische heliozentrische Theorie über
das Sonnensystem. Sie umläuft die Sonne in 225 Tagen und dreht sich in 243 Tagen um sich selbst
(Siderisch). Somit dauert ein Venustag länger als ein Venusjahr. Ausserdem rotiert sie gegenläufig und noch ungewöhnlicher ist, dass Umlaufzeit und Rotationszeit derart
überein- stimmen, das die Venus der Erde immer dieselbe Seite zeigt, wenn sich die Beiden am nächsten sind. Die Venus wird als Morgen-
oder Abendstern bezeichnet, wenn sie in der Dämmerung sichtbar ist, und ist nach Sonne und Mond der
auffälligste Himmelskörper. Die Venus wurde besonders erfolgreich von einer langen Reihe sowjetischer Venera-Sonden, den beiden Pioneer-Venus-Sonden
und der neuen Magellan-Sonde untersucht. Die Oberfläche ist zu zwei Dritteln von sanft gewellten Ebenen bedeckt. Das restlicher
Drittel besteht aus Gebirgen, Tälern und Klüften. Venus hat eine Atmosphäre, die zu 96% aus Kohlendioxid und 3,5% aus Stickstoff, und Spuren von Helium, Argon, Neon und
Krypton besteht. Die Oberflächentemperatur liegt bei etwa 450 Grad Celsius. |