 |
 |
WELTALL,
WELTRAUM, UNIVERSUM, KOSMOS, ALL.
DER RAUM UND ALLES WAS SICH DARIN BEFINDET.
DAS WELTALL IST GESCHLOSSEN UND ENDLICH, ABER UNBEGRENZT.
FÜR
UNS UNBEGREIFLICHE REALITÄT, UND AUCH ALBERT EINSTEIN
KONNTE
SICH DAS UNIVERSUM NICHT VORSTELLEN.
BIG
BANG |
| Mit den größten Fernrohren erblickt
man das Weltall bis zu 15 Mrd. Lichtjahren Entfernung
in jede Richtung und findet es erfüllt von
mehr als 100 Mrd. Sternensystemen. Man schätzt heute
den Radius des Weltalls auf 18 Mrd. Lichtjahre.
Die Vorstellung von der unendlichen Ausdehnung
des Weltalls ist durch die allgemeine Relativitätstheorie
als falsch erkannt worden.
Nach Einstein
ist der Raum gekrümmt und die Raumkrümmung
abhängig von der mittleren Dichte der im Raum enthaltenen
Materie. Das Weltall ist geschlossen und endlich, aber unbegrenzt.
Wegen der Fluchtbewegung der Galaxien nimmt die Materie-
dichte (und damit die Raumkrümmung) ständig ab.
Der Radius des Weltalls ist daher nicht konstant, sondern
nimmt stetig zu, das
Weltall dehnt sich aus.
Je weiter die Objekte entfernt sind, die
wir mit Teleskopen beobachten, desto tiefer blicken wir
zurück in die Vergangenheit. Schon
das Licht der Magellanschen Wolken, unserer nächstgelegenen
Galaxie,
ist über 165 000 Jahre alt und also noch vor der
letzten
Großen Eiszeit zu Lebzeiten der Neandertaler entstanden.
Die fernsten bekannten Objekte, die Quasare, mit einer Entfernung von bis
zu 15 Milliarden Lichtjahren, entsandten ihr Licht also
zu einer Zeit, in der es unsere
Sonne und die
Erde noch gar nicht gab. |
|
BIG BANG
Die Urknalltheorie wird heute kaum noch von einem
Astronomen bezweifelt. Der Priester und Astronom Georges Lemaitre
kam 1927
auf die Idee. Er behauptete , daß bei einer radioaktiven
Explosion eines Uratoms, in dem alle Masse und Energie enthalten
war, ein
expandierendes Universum entstanden sei. Der Kernphysiker
und Kosmologe Georg Gamow erarbeitete mit Ralph Alpher und
Hans Bethe das Modell eines heißen und dichten frühen
Universums, und entwickelte so die Urknalltheorie. Seine großartige
Vorher-
sage, daß das Universum heute bis auf wenige Grad
über Null abgekühlt sei, wurde durch die Entdeckung
der kosmischen Hinter-
grundstrahlung 1965 bestätigt.
Nach heutigen Erkenntnissen entstand das Weltall aus reiner
Energie und war unmittelbar nach dem Urknall kleiner als ein
Atom-
kern. Die Unregelmäßigkeiten, die in der Verteilung
der Energie entstanden, sind heute als Flecken in der
kosmischen Hintergrund-
strahlung messbar. In der Phase der Inflation dehnte sich
das Universum schlagartig innerhalb einer billionstel
Sekunde auf astro-
nomische Größe aus, die Unregelmäßigkeiten
wuchsen mit. Nach dieser Ausdehnung kondensierte ein
Teil der Energie zu
Materie, und es entstanden Elementarteilchen und Atome. Wegen
der Unregelmäßigkeiten wurde die Materie nicht
gleichförmig ver-
teilt und es entstanden Gaswolken aus denen später Galaxien
und Sterne wurden.
Das Universum expandiert seit 14 Milliarden Jahren und wird
dies weiter, bis in alle Ewigkeit tun. In 100 Billionen
Jahren werden die
letzten Sterne verglühen und der Grossteil wird zu
Weißen Zwergen mit sehr geringer Leuchtkraft werden.
Nach 100 Quintillionen
Jahren lösen sich die Atomkerne auf, es kommt zum totalen
Zerfall der Materie. Es wird dunkel im Kosmos, und allein
die Schwarzen
Löcher existieren weiter. Schließlich, wenn die
unvorstellbare Zeitspanne von 10100 Jahren vergangen
ist, verdampfen auch die Schwarzen Löcher, das All versinkt
in völliger Dunkelheit. Es existiert nichts mehr als
der kalte und leere Raum, der sich immer noch
weiter ausdehnen wird. Die Möglichkeit das das
Universum Tochteruniversen gebirt die sich dann abnabeln,
kann nicht ausge-
schlossen werden. |
 |
 |
|